Geologie

Die Weingärten von Hollenburg werden vom Konglomeratgestein geprägt. Dieses ist verfestigtes Flusssediment aus den Kalkalpen welches von der Ur-Traisen abgelagert wurde. Dieses Gestein besteht aus unterschiedlich großen Kieselsteinen die von Kalk als Bindemittel zusammengehalten werden. Die kalkreichen Böden sind daher alkalisch mit einem pH-Wert von 7,5. Der Vergleich zeigt, dass dieser Wert gegenüber dem Löss am Wagram, der bei 7,1 liegt, und dem Gneis in der Wachau, der bei etwa 6,5 liegt, deutlich höher liegt.

Der hohe Kalkgehalt auf der einen Seite führt zu vergleichsweise höheren Säurewerten in den Weinen. Auf der anderen Seite beeinflussen auch andere im Boden erhaltene Stoffe den Geschmack des Weines, wie Kalium. Dieser rundet die Weine ab und ergänzt so die hohen Säurewerte der Weine auf ideale Weise.

Daher ist es möglich Weine zu produzieren die feingliedrig und leicht im Alkohol sind. Die Trauben können in einer Phase geerntet werden da sie ihr volles aromatisches Potenzial entwickelt haben. Die Weine besitzen daher knackige Frische und Würze mit einer hohen Dichte an Aromen und Cremigkeit.

Christoph Hoch beschreibt dies folgendermaßen: “Die besten Beispiele für diese Weine stammen aus den 1970er und frühen 1980er Jahren. Zu dieser Zeit war die Traubenreife nicht das große Thema. Die Ernte begann jedes Jahr in der zweiten Oktoberwoche statt. Die Weine waren eher leicht im Alkohol (10,5 – 12%), auch weil die Erträge höher und das Klima etwas kühler waren. Wenn man Weine von sauren Böden aus dieser Periode heute kostet erscheinen sie mager und unattraktiv. Auf der anderen Seite sind Weine von kalkhaltigen Böden heute noch knackig, lebendig und zeigen reife, attraktive Aromatik. Das Wissen und die Produktionsmethoden waren mehr oder weniger gleich wie heute, woraus man schließen darf, dass die Herkunft den Unterschied macht.”

Kalkreiches Hollenburger Konglomerat
Kalkreiches Hollenburger Konglomerat
Kalkreiches Hollenburger Konglomerat
Kalkreiches Hollenburger Konglomerat

Klima

Die Klimasituation von Hollenburg zeigt einige Eigenheiten. Die Weingärten liegen in 200 – 350 Metern Seehöhe, das sind 50 – 200 Meter über der Donau. Der Unterschied ist enorm. Sie sind gegen Westen hin durch bewaldete Hügel und den Dunkelsteiner Wald abgeschirmt. Atlantische Luftmassen mischen sich mit warmem Pannonischen Klima, zusätzlich beeinflussen die Flüsse Donau und Traisen das Mikroklima.

Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 9,4°C.
Die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge beträgt 520 Liter/m2

Das Wetterkreuz
Das Wetterkreuz
Die Donau beeinflusst das Mikroklima
Die Donau beeinflusst das Mikroklima
Das Wetterkreuz
Das Wetterkreuz
Die Donau beeinflusst das Mikroklima
Die Donau beeinflusst das Mikroklima

Die Weingärten und ihre Umgebung besitzen eine unverwechselbare Flora, die sich auf den kalkhaltigen Böden im speziellen Hollenburger Mikroklima entwickelt hat. Einige dieser Pflanzen sind endemisch, wie der Blutrote Storchenschnabel (auch “Wetterkreuznagerl” genannt) oder das Brillenschötchen. Auch Schwarzföhren gehören zu den eher ungewöhnlichen Pflanzen in dieser Gegend.

Blutroter Storchschnabel („Wetterkreuznagerl“)
Blutroter Storchschnabel („Wetterkreuznagerl“)
Brillenschötchen (Biscutella)
Brillenschötchen (Biscutella)
Blutroter Storchschnabel („Wetterkreuznagerl“)
Blutroter Storchschnabel („Wetterkreuznagerl“)
Brillenschötchen (Biscutella)
Brillenschötchen (Biscutella)